Freitag, 19. September 2014

Interview mit Nola Nesbit



So Ihr lieben jetzt habe ich eine Autorin heute bei mir zu Gast, die eine Geschichte verfasst hat, die ich verschlungen habe, so gut war Sie! :D


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Und hier geht es zu Amazon und zu Aqualove!!! 


Liebe Nola, ich freue mich das Du da bist! :D

Nola: Danke für die nette Einladung und das noch viel nettere Kompliment. Die Freude ist ganz meinerseits!

Aber nun zu den Fragen.


 Also was mich brennend interessiert ist dies Dein Erstlingswerk oder hast Du schon etwas geschrieben?

Nola:Aqualove ist mein Debüt. Außer bei Partyreden, Tagebüchern und Postkarten habe ich vorher nie ernsthaft ans Schreiben gedacht. Vor der Schriftstellerei besaß ich viel zu viel Respekt.




Wie und wann bist Du auf Deine Geschichte Aqualove gekommen?


Nola: Ich hatte weder ein Erweckungserlebnis, noch eine brillante Idee. An einem Mittwoch habe ich mich einfach an den Schreibtisch gesetzt und angefangen. Es gab keinen Plan. Ein paar Nächte vorher träumte ich von Nia, meiner Protagonistin. Aber in einem völlig anderen Zusammenhang. Sie war eine Ninja oder etwas in der Art. Tut mir leid: ich träume ziemlich schräges Zeug. Wahrscheinlich hat sich in meinem Unterbewusstsein etwas zusammengebraut, das nur darauf wartete, bis ich an einer Tastatur vorbeikam, um mich zu einer Niederschrift zu zwingen. In meinem Kopf gab es eine ziemlich veraltete Sammlung von coolen Anfangssätzen und die Gewissheit, dass es um etwas Dramatisches gehen musste. Drama. Pathos. Drunter mache ich es nicht. Immerhin hatte ich durch jahrelanges, ausschweifendes Lesen schon einiges gelernt. Das wusste ich nur nicht. Die Story, die Figuren, der Stil, das alles entwickelte sich beim Schreiben. Satz für Satz. Nia nahm mich einfach an die Hand.



Wird es einen zweiten Teil geben, und wenn ja um was dreht es sich, das heißt wenn Du es uns schon verraten darfst?

Nola: Ich habe von oberster Verlagsstelle die Erlaubnis, ein paar Details aus dem streng geheimen Schreiblabor bekannt zu geben. Eine Fortsetzung: ja. Die wird es geben. Ich hätte ohnehin darum gebettelt, meine Figuren weiterleben lassen zu dürfen. Teil 2 wird heißer, härter, aufregender, hoffentlich noch wendungsreicher und mindestens genau so fesselnd. Der Welt geht es schlecht, der Menschheit ebenfalls. Natürlich geht es auch um Liebe: Nia und Ethan haben eine komplizierte Beziehung, um die sie weiter kämpfen werden. Ich persönlich vermisse Paris. Vielleicht sollte ich mal wieder im Kopf dahin verreisen.

 


Beschäftigst Du Dich im realen Leben mit dem Thema Umweltschutz, da es eine Zukunft zeigt in deinem Roman wo die Wasserversorgung nicht nur ein Problem darstellt, sondern die Welt wie wir sie kennen verändert hat?

Nola: Wir alle beschäftigen uns mit dem Umweltschutz. Ich auch. Ich trenne meinen Müll, damit er nach einer sinnlosen Überseereise mit dem Schiff in Taiwan wieder zusammengeschmissen wird. Wenn das Schiff nicht vorher kentert, und eine Ölpest ganze Landstriche verseucht. Die Flüsse treten häufiger über die Ufer, Warnungen über verunreinigtes Trinkwassers für Kleinkinder sind in der lokalen Presse zu finden. Vorausgesetzt, man liest sie rechtzeitig. Auf Reisen empfiehlt es sich in bestimmten Regionen, Wasser nur in geschlossenen Flaschen zu kaufen und zu konsumieren. Die Zukunft sieht nicht viel besser aus. Aqualove benötigte ein Thema. Die Wasserknappheit, der seit Jahren versäumte Umweltschutz drängten sich gerade zu auf.




Was macht für Dich ein perfekter Schreibmoment aus?

Nola: Krass laute Musik, die ich gar nicht mehr höre, weil ich einfach nur meinen Figuren folge, deren Gedanken und Erlebnisse aus meinen Kopf in meine Finger und von dort in die Tastatur fließen, um sich plötzlich als schwarze Zeichen auf dem Bildschirm zu materialisieren, während ich dazwischen einen Streit schlichte, eine Verabredung ausmache, koche, brülle, dass alle anderen ihre Musik gefälligst leiser als meine zu machen haben, Mails beantworte, etwas recherchiere, einkaufe, halbherzig eine Partie MauMau spiele, vergesse, zu essen, und zu schlafen, denn es ist wieder einmal fünf Uhr morgens und plötzlich still und das, was ich schrieb macht tatsächlich einen Sinn. Ich brauche keinen perfekten Moment. Ein durchschnittlicher Augenblick reicht völlig aus. Ein schlechter allemal. Ich schreibe, weil ich muss. Egal wann, egal wie.




Kommst Du als Autor noch dazu zu lesen und wenn ja in welchen Genres liest Du bevorzugter Weise?

Nola: Tatsächlich komme ich weniger zum Lesen als zuvor, weil ich aktuell ein fast peinlich großes, literarisches Mitteilungsbedürfnis habe. Aber Schreiben ohne zu lesen gibt es nicht. Ich würde freiwillig der Verdummung anheimfallen. Und so lese ich fast alles. SciFi, Fantasy, Krimi, Literaturzeitschriften, Jugendromane, Bilderbücher, Schundromane, Klassiker. Wenn auch mit kürzerer Aufmerksamkeitsspanne und oft aller glückseligen Naivität beraubt. Nur gegen historische Romane habe ich etwas. Nicht, weil es dafür einen vernünftigen Grund gäbe. Sondern weil ich ein anständiges Feindbild brauche. Ziehe ich etwas vor? Vielleicht amerikanische Literatur.



Vielen Dank das ich Dich bei mir begrüßen durfte und ich freue mich schon auf mehr von Dir! :D

Es hat auch mir viel Spaß gemacht. Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen hier auf diesem Kanal. :-)












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