Freitag, 1. April 2016

Sveta und der Junge aus dem Wald

Vom Autor Axel Saalbach

Preis: 1,49€ [D, E-Book] & 9,99€ [TB]
Seitenanzahl: 288
Meine Wertung: 5/5
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
erschienen am: August 2015
ISBN:
978-1517040598

Kurzbeschreibung

Das Leben der sechzehnjährigen Svetlana, die von allen nur Sveta genannt wird, nimmt abrupt eine drastische Wende.
Nach einem fürchterlichen Streit beschließt ihre Mutter sich von ihrem brutalen Mann zu trennen und mit Sveta zu fliehen. Doch ihr Mann kommt ihr zuvor und zwingt Sveta in einer überstürzten Aktion ihn und ihren Bruder in das Dorf Dunkeltann, das in einer abgelegenen Provinz mitten im Wald liegt, zu begleiten. Dorthin wurde er strafversetzt nachdem er bei seinem Dienstherrn wegen seiner Brutalität in Ungnade gefallen war.
Er ist der neue Vorsteher des Ortes und über seine Degradierung nicht gerade glücklich was vor allem Sveta sofort zu spüren bekommt. Sie ist das Dienstmädchen für alle und hat keine Freiheiten, ihr Vater hält sie wie eine Sklavin.
Die Hoffnung dass ihre Mutter sie findet und rettet hat sie fast aufgegeben und sie fragt sich wie sie die nächsten Jahre überstehen soll.
Da passiert etwas was sie wieder hoffen lässt.      


Cover


Das Cover vermittelt wunderbar die Stimmung der Geschichte wieder. Es wirkt auf den ersten Blick etwas düster und der Blick des Mädchens im Vordergrund ist traurig und nachdenklich in die Ferne gerichtet. 
Ich finde es toll, für mich ist es ein Hingucker der mich sofort angesprochen hat. 


Schreibstil

Die Autoren Axel Saalbach & Ramona Mädel  haben einen wunderbaren Schreibstil der mich sehr schnell gefangen genommen hat. 
Sehr spannend, detailliert und bildhaft beschrieben hat mich Svetas Geschichte gefesselt und in den Bann gezogen. Alle Charaktere sind liebevoll gezeichnet, die positiven wie die negativen, sie haben viele Facetten was ihnen Tiefe gibt und sie dadurch realistisch wirken. 
Manche sind schwer zu durchschauen und andere überraschen was die Geschichte noch spannender macht. 

 

Meinung

Wenn in dunklen Zeiten ein Funke Hoffnung zu einem Leuchtfeuer wird...   
 
Wir haben das Jahr 2193 und Deutschland wird nach einem schlimmen Krieg von Russland beherrscht. Es ist eine finstere und schwere Zeit das Land wird ausgebeutet und die Menschen geknechtet.
 
Nachdem die sechzehnjährige Sveta von ihrem Vater nach Dunkeltann verschleppt wurde ist ihr Leben äußerst trostlos geworden. Sie muss sehr hart arbeiten und ihr Vater erstickt jegliches aufbegehren mit seiner Brutalität und Grausamkeit im Keim, was auch die Menschen im Dorf schnell zu spüren bekommen. 
Das Leben ist für alle sehr schwer und Hilfe bekommt sie von niemandem, keiner würde es wagen gegen ihren Vater und seine Gehilfen vorzugehen. Jeder Verstoß gegen die Regeln wird mit äußerster Brutalität bestraft. Auch von ihrem Bruder braucht sie keine Hilfe zu erwarten. Ihre Chancen auf eine Flucht sind gleich null, denn Dunkeltann liegt inmitten in eines riesigen Waldes und viel zu weit entfernt der nächsten Siedlung.
 
Sie ist sehr einsam, sie muss sich arrangieren und fügen, eigentlich ist es völlig aussichtslos und doch gibt sie die  Hoffnung nicht ganz auf, dass ihre Mutter und ihre Onkel sie eines Tages doch noch finden.
Da macht sie eines Tages eine Entdeckung die ihr ganzes Leben verändert, ihren Kampfgeist weckt und sie über sich hinaus wachsen lässt.
 
Sveta ist ein wunderbarer und starker Charakter, sie erträgt alles was ihr Vater ihr auflädt. Ihre Stärke zeigt sich als sie heimlich aufbegehrt und ihr Leben einsetzt um andere und das Geheimnis zu schützen.
Sie ist einfallsreich, mutig und klug, sie hat das Herz am rechten Fleck und macht sich kaum Gedanken darüber was mit ihr geschieht wenn ihr Vater herausfindet was sie heimlich tut. Sie hasst Ungerechtigkeiten und es ist ihr ein Bedürfnis anderen zu helfen und gegen die Willkür ihres Vaters etwas zu tun.  
 
 
Ihr Vater Sergej ist ein Tyrann und Despot dem ein Menschenleben nicht wichtig ist. Er liebt es Gewalt gegen andere einzusetzen und ist nur daran interessiert sich zu bereichern, egal auf wessen Kosten es geht. Auch genießt er die Macht über andere die sein Posten mit sich bringt.
 
Jan ihr Bruder, möchte seinem Vater nacheifern und setzt alles daran ihm zu gefallen und seine Anerkennung zu bekommen. Er hat kaum Selbstbewusstsein und kompensiert seine Mängel indem er andere unterdrückt und demütigt.
 
Sima hält sich sehr bedeckt, er ist sehr Verantwortungsbewusst,  hat alles sehr gut organisiert und handelt immer überlegt und mit Bedacht. Er setzt alles daran seine Schutzbefohlenen in Sicherheit zu wissen.
Die Geschichte nimmt einen gleich gefangen, man spürt die Sorge und Beklemmung von Sveta. Sie ist alleine mit ihren Sorgen und Ängsten und der Willkür und Tyrannei ihres Vaters hilflos ausgeliefert. Sie macht eine tolle Wandlung durch und scheut sich nicht große Gefahren einzugehen um andere zu retten. Die Spannung baut sich langsam auf und einige überraschende Wendungen lassen sie stetig weiter anwachsen um am Ende noch einmal zu überraschen.
 

 

Fazit

Sehr empfehlenswert!!!
 
Sveta und der Junge aus dem Wald ist ein Jugendbuch das ich auch „Erwachsenen“ nur empfehlen kann.  Eine außergewöhnliche Geschichte, düster und spannend,  die mich begeistert und gefesselt hat.
 
 

5 von 5 Sternen


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